Kontakt
Praxis für Logopädie
Maria Kiesewetter
Judengasse 20
91781 Weißenburg

Tel. 09141.873898
Fax 09141.873897

Erwachsene

Stimmstörung

Die Stimme dient zur Übermittlung von Informationen in Form von Sprache und anderen menschlichen Lauten (z.B. Schreien, Weinen und Lachen). Die gesprochene Sprache erhält durch die jeweilige Stimmmodulation Zusatzinformationen (Emotionen, Fragen und Antworten). Die menschliche Stimme ist auch Musikinstrument - beim Singen.
Es gibt eine Vielzahl stimmlicher Störungen. Dies können organische Stimmstörungen (nach z.B. Operationen an Schilddrüse, Hals, Lunge oder an den Stimmlippen) oder funktionelle Stimmstörungen (besonders bei Menschen mit sprechintensiven Berufen) sein.
In einer Stimmtherapie sollen die stimmliche Leistungsfähigkeit sowie der Stimmklang verbessert werden.

Aphasie

Nach einer Schädigung des Gehirns durch z.B. einen Schlaganfall, einer Hirnblutung oder einer Operation am Gehirn, kann es zu einer Sprachstörung, der Aphasie, kommen. Das Sprachverständnis, die produktive Sprache, das Lesen und das Schreiben können vollständig oder teilweise betroffen sein. Die Folge ist eine Kommunikationsstörung. In der logopädischen Therapie werden je nach individuellem Störungsbild die sprachliche Leistungsfähigkeit reaktiviert und ggf. Ersatzstrategien trainiert, so dass eine Kommunikation im Alltag und damit die Teilhabe möglich werden.
Eine Aphasie kann ebenfalls mit einer Dysathrie und einer Sprechapraxie einhergehen.

Dysarthrie

Durch eine Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems (z.B. Schlaganfall, Parkinson-Syndrome, Multiple Sklerose, Schädel-Hirn-Traumen) kann es zu Beeinträchtigungen der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen kommen. Ein verlangsamtes Sprechen, eine gestörte Kommunikation, eine veränderte Stimmqualität und eine erhöhte Sprechanstrengung können dann die Folge sein.
In der logopädischen Therapie werden je nach individuellem Störungsbild die Bewegungsmuster des Sprechens trainiert. Eine Dysarthrie kann ebenfalls mit einer Aphasie und einer Sprechapraxie einhergehen.

Sprechapraxie

Infolge einer Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Traumen) kann es zu einer sprechmotorischen Störung kommen. Beim Sprechen sind eine erhöhte Sprechanstrengung und Suchbewegungen zu beobachten. Die Folge ist eine Störung des Redeflusses.
In der logopädischen Behandlung geht es um die Verbesserung der sprechmotorischen Fähigkeiten, so dass die Verständlichkeit und der Redefluss sowie die Kommunikationsfähigkeit im Alltag verbessert werden. Eine Sprechapraxie kann ebenfalls mit einer Dysarthrie und Aphasie einhergehen.

Dysphagie (Schluckstörung)

Bei einer Dysphagie handelt es sich um eine Störung des Schluckens bzw. der Nahrungsaufnahme. Es werden drei Ursachenbereiche unterschieden:
1. Neurogene Dysphagien (z.B. nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumen, bei Parkinson)
2. Peripher-organische Dysphagien (z.B. bei onkologischen Erkrankungen im Kopf-Halsbereich, nach Tumorresektion)
3. Apallisches Syndrom (Wachkoma)
Die logopädische Therapie orientiert sich an dem individuellen Störungsbild. Oberstes Ziel ist in jedem Fall die Gesunderhaltung der unteren Atemwege und damit eine Vermeidung von Aspirationen ("Verschlucken" von fester und/oder flüssiger Nahrung oder Speichel), aus der lebensbedrohende Lungenentzündungen entstehen können.

Stottern / Poltern (Redeflussstörung)

Der Sprechablauf sollte flüssig sein. In der logopädischen Therapie wird auf ungewollte Unterbrechungen des Redeflusses eingegangen. Unflüssigkeiten sollen abgebaut werden. Es werden Hilfen zur Überwindung der Angst vor dem Stottern erarbeitet sowie sprachliche und kommunikative Kompetenzen allgemein gefördert.